Haus Sankt Ulrich

Anschrift

Kappelberg 1
86150 Augsburg
* Pflichtfeld

Siehe auch

DIE ZUVERSICHT DES HL. FRANZ VON ASSISI

800 Jahre Vollendung des Poverello
Di. 22.09.26 18:30
Haus Sankt Ulrich
Akademisches Forum
Vortrag mit Br. Dr. Niklaus Kuster OFMCap und Grußwort von Bischof Dr. Bertram Meier zum franziskanischen 800-Jahrjubiläum im Haus Sankt Ulrich, Augsburg

In der Vita des Hl. Franz stehen Vögel immer wieder für die Nähe des Numinosen. credits: alamy
"Seine Seele wanderte zu Gott"
Vor 800 Jahren ging Franz von Assisi seinem persönlichem Ostern entgegen: In der Nacht zum 4. Oktober 1226 erreichte er das Ziel seines irdischen Weges und «wanderte seine Seele zu Gott», wie die Brüder auf einen alten Grabstein in der Portiuncula schrieben. Der Bruder überliess sich vertrauensvoll «Schwester Tod», die durch «die Pforte des Lebens» führt. Nicht nur die Art, wie Franziskus starb, ist eine Ermutigung ins Heute: Sein Vermächtnis ist eine hoffnungsvolle Sicht von Mensch, Kirche und Welt.

Franz von Assisi hat in seinen letzten Jahren Erfahrungen und Perlen der Weisheit in dichte Texte gefasst. Der Sonnengesang, der als wunderbares Credo in die Weltliteratur einging, war 2025 bereits Thema im Akademischen Forum.

Weitere Vermächtnisse sind das Testament des Poverello: für Brüder verfasst, lässt es sich auf jede Lebensform beziehen. Eine Sammlung brüderlicher Weisheitssprüche bietet einen Lehrgang der Spiritualität, dem Papst Franziskus den Titel zu seiner Enzyklika «Fratelli tutti» über die Geschwisterlichkeit aller Menschen entnahm. Franz spricht auch durch tiefsinnige Gebete ins Heute, und durch Orte, die seinen Spirit weitertragen. Sie sind Hoffnungszeichen in einer sich polarisierenden Welt.

(Niklaus Kuster)

Das Lieblingsgebäck des Hl. Franz von "Bruder" Jacopa
In vielen franziskanischen Gemeinschaften wird auf den 4. Oktober hin ein besonderes Gebäck zubereitet, das als Symbol der Gastfreundschaft und der Verbundenheit in der franziskanischen Familie gilt.

Die Klarissen des Klosters der Hl. Klara in Potenza/Süditalien haben diese besonderen Kekse, die der Heilige Franz kurz vor seinem Tod erbat, nach traditionellem Rezept für das Akademische Forum gebacken.

Teilnehmende erhalten -solange der Vorrat reicht- eine kleine Kostprobe der "Mostaccioli di Frate Jacopa" für zu Hause geschenkt.

Programm
18.30 Uhr Begrüßung und Einführung

18.40 Uhr Mit Engagement und Zuversicht

Wie Franz von Assisi vor 800 Jahren seine Vollendung findet

Br. Dr. Niklaus Kuster OFMCap

ca. 20.15 Uhr Nachfragen und Diskussion

ca. 20.30 Uhr Ende der Veranstaltung

Während der Veranstaltung kann eine themenbezogene Auswahl der Veröffentlichungen Br. Dr. Niklaus Kusters erworben werden.
Do. 01.10.26 19:30
Haus Sankt Ulrich
KEB im Bistum Augsburg
Seit der Antike wird die Auseinandersetzung zwischen Jakob und Esau als Typologie für die Rivalität zwischen Christentum und Judentum ausgelegt. Bis heute spiegelt sich darin die jüdisch-christliche Beziehung, vielleicht auch eine Art Hass-Liebe.

Der Vortrag geht der Aktualität dieser Bruderbeziehung nach. Er fragt nach Herausforderung und Sinn der Metapher der Geschwisterbeziehung für den Dialog.




In Zusammenarbeit mit: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Augsburg und Schwaben e.V.

Im Rhythmus der Zeiten

Hoffnungszeit im Herbst
Fr. 09.10.26 14:00
Haus Sankt Ulrich
KEB im Bistum Augsburg
Was gibt Ihrem Leben Rhythmus? Gerade in unübersichtlichen Zeiten gewinnen Struktur und Rhythmus an Bedeutung, geben Sicherheit und Orientierung. Auch Schöpfung lebt von wiederkehrenden Rhythmen. So hebt Genesis 1 besonders den Aspekt Zeit hervor: Gott erschafft Tag und Nacht, Zeiten für Feste und schließlich den Siebten Tag zum Ruhen.

Durch biblische Impulse und im gemeinsamen Austausch wollen wir an diesem Nachmittag unser Bewusstsein für die Rhythmen unseres Lebens schärfen und die Kraft schöpferischer Pausen neu entdecken. Kreativität und Ruhe, Aktivität und dankbares Innehalten – alles hat seine Zeit.

Anmeldung erforderlich unter:
(0821) 3166 8822 oder info@keb-augsburg.de


In Zusammenarbeit mit: Fachbereich Bibel als Wort Gottes; Frauenseelsorge der Diözese Augsburg

Tanz der Schöpfung

Workshop mit kreativen und meditativen Tänzen
Fr. 09.10.26 14:30
Haus Sankt Ulrich
KEB im Bistum Augsburg
Wenige Jahre vor seinem Tod vor 800 Jahren hat Franz von Assisi den „Sonnengesang“ gedichtet. Er formuliert eine Friedenscharta, die bis heute Menschen rund um den Globus erreicht: Es geht um eine geschwisterliche Begegnung mit allem, was lebt. Selbst der Tod wird zu einer Schwester, die ständig mit uns geht.

Im Workshop stimmen wir mit Leib und Seele ein in diese Bewegung des Friedens.

Bitte mitbringen: bequeme Kleidung, Socken oder leichte Indoor-Schuhe.


Anmeldung bis 1. Oktober 2026 erforderlich unter:
(0821) 3166 8822 oder info@keb-augsburg.de

Liebster Gott, erbarme dich

Musik und Theologie in den Kantaten Bachs
Fr. 06.11.26 19:30
Haus Sankt Ulrich
KEB im Bistum Augsburg
Johann Sebastian Bachs Kunst des Versinnbildlichens theologischer Inhalte in Musik ist einzigartig. Anlässlich der Aufführung der Kantate BWV 179 und der Kyrie-Gloria-Messe in g-Moll BWV 235 am 8. November in Evangelisch St. Ulrich erklären der Ensembleleiter Michael Wersin und der Tenor Daniel Johannsen auf allgemeinverständliche Weise Grundlegendes zur Theologie in Bachs Musik und werfen dabei auch einen genaueren Blick auf seine „Parodie-Praxis“. Der Vortrag vermittelt Hör- und Verständnishilfen anhand von Beispielen.

Altes Erbe - neuer Geist?

Bräuche im Spannungsfeld von Volksfrömmigkeit und Zeitgeist
Sa. 21.11.26 09:30
Haus Sankt Ulrich
KEB im Bistum Augsburg
Rauhnächte, Räucherrituale, Sonnwendfeiern, etc.– Bräuche erleben derzeit eine neue Popularität, nicht nur als kulturelles Erbe, sondern auch als spirituelle Ressource.

Dabei zeigen sich unterschiedliche Deutungen: von gewachsener christlicher Volksfrömmigkeit bis hin zu esoterischen oder neuheidnischen Umdeutungen.

Zwei Studientage laden ein, kulturelle und religiöse Entwicklungen unserer Region neu zu verstehen, sie theologisch einzuordnen und sensibel wahrzunehmen – zwischen Wertschätzung von Tradition und kritischer Klärung. Wo liegen die Wurzeln unserer eigenen anlassgebundenen Traditionen und Rituale? Was unterscheidet die Gnadenorientierung christlicher Bräuche von einem „Ich muss und kann selbst etwas tun“ der Esoterik?

Dabei geht es auch um eine theologisch verantwortete Praxis vor Ort: Wie ist mit Entwicklungen wie etwa „Lichterfest“ statt Martinsfeier umzugehen? Wo sind klärende Abgrenzung, wo kreative Umdeutung und wo eine bewusste christliche Profilierung angezeigt?

Der Studientag im November beleuchtet die Zeit von Dezember bis März, der Studientag im März 2027 die Zeit von April bis November.

Diese Veranstaltung wird auch online angeboten.
Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie an der Präsenz- oder an der Online-Version teilnehmen möchten. Der Link zur Veranstaltung wird Ihnen einige Tage vorab zugesandt.

Bitte geben Sie ebenfalls bei Anmeldung bekannt, ob Sie am Mittagessen vor Ort teilnehmen möchten (22,00 €, 3-Gänge inkl. 1 Getränk) und ggf. die vegetarische Variante wünschen.

Anmeldung bis 12. November 2026 erforderlich unter:
(0821) 3166 6613 oder weltanschauung@bistum-augsburg.de

In Zusammenarbeit mit: Religions- und Weltanschauungsfragen, Bistum Augsburg; Abteilung Schule und Religionsunterricht, Bistum Augsburg; AV-Medienzentrale, Bistum Augsburg

Chanukka

Es werde Licht!
Do. 03.12.26 19:30
Haus Sankt Ulrich
KEB im Bistum Augsburg
Das bei jüdischen Kindern beliebteste Fest ist Chanukka. Es erinnert an die dunkle Zeit unter dem syrisch-griechischen Herrscher Antiochus Epiphanes im 2. Jh. v. Chr., in der das jüdische Volk ums Überleben kämpfte. Der Feiertag gedenkt der Befreiung von der Fremdherrschaft und der Wiedereinweihung des Tempels. Die Kinder freuen sich an diesem Fest über Geschenke.

Die Referentin erklärt die Geschichte und Bräuche rund um das Fest und begleitet dies musikalisch.